Otterndorf -Altstadt
Otterndorf - Altstadt

Otterndorf - Rathaus
Otterndorf - Rathaus


Otterndorf - Alte Lateinschule


Otterndorf - Johann-Voss-Haus

 

Otterndorfer Geschichte -
Stadt Otterndorf

Ursprünglich hatten die Stader Grafen die landesherrlichen Rechte in Hadeln inne. Als die Kämpfe zu Beginn des 13. Jahrhundert zwischen Staufern und Welfen ihrem Höhepunkt entgegenschritten, wurden zeitweilig welfische Herrschaftsansprüche in Hadeln erhoben und anerkannt.
Die politischen Erben "Heinrichs des Löwen" waren die askanischen Grafen von Ahnalt. Die Sachsen-Lauenburger Linie des askanischen Adelsgeschlechts übernahm die Landesherrschaft in Hadeln fast ein halbes Jahrhundert lang.

Die Gemeinden Hadelns wurden von Schultheißen repräsentiert, denen Schöffen zur Seite standen. Aus diesem Gremium setzte sich das Kirchspielgericht zusammen.
Schultheiß und Schöffen stammten aus den grundbesitzenden Familien und wurden auf Lebenszeit gewählt. Anfangs besetzte nicht selten der niedere Adel das Schultheißenamt, doch ging dieser bald im freien Bauernstand auf. Eine Adelstradition, wie in anderen Landschaften üblich, findet man deshalb in Hadeln vergeblich.

1526, zu Zeiten der Reformation, schufen die Hadler eine eigene Kirchenverfassung, die ihre Angelegenheiten bis 1885 in Otterndorf im Consistorium verhandelte. Hier wurde über alle wesentlichen materiellen Angelegenheiten in Kirchen- und Schulwesen eines Kirchspiels entschieden.

Der Wohlstand der Hadler Marschbauern gründete auf dem außerordentlichen Ertragsreichtum der Böden. Die Fruchtbarkeit des Landes und die daraus erwachsenen fetten Erlöse förderten eine bäuerliche Kultur, die sich durch Selbstbewusstsein, Freiheitssinn, Stolz und Prunk auszeichnete.

Höhepunkt dieser Periode des Überflusses war wohl die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Getreideexport, vor allem über den Seeweg, das heißt beispielsweise von Otterndorf als Umschlagplatz nach Hamburg, entfaltete sich in dieser Zeit. In Otterndorf siedelten sich vor allem Handwerker und Kaufleute an, die den Drang nach repräsentativen Gütern und exklusiven Konsumartikeln befriedigen konnten. Bereits im 16. Jahrhundert begann die Tradition der Otterndorfer Gold- und Silberschmiedekunst.

Otterndorf hatte schon im Jahre 1400 die Stadtrechte von dem Lauenburger Herzog Erich erhalten. Dieser baute - unterstützt von den Hamburgern - ein Schloss in Otterndorf, denn Otterndorf war von den Hamburger Kaufleuten als aufstrebender Handelsplatz eingestuft worden, der Ort war über die Medem mit dem Schiff zu erreichen.

In dieser wohlhabenden Zeit hat Otterndorf sein Gesicht erhalten und konnte es weitgehend erhalten.

Sehenswert sind:
Die Kirche, das Rathaus, das Kranichhaus, die Lateinschule, das Voß-Haus, das Schloss, Europas größtes Schöpfwerk.
http://www.otterndorf.de/

 

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